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Market Insights
17 min

Am Puls der Märkte (Euro-Ausgabe)

Unsere Marktexperten liefern aktuelle Einschätzungen von Wirtschafts- und Marktentwicklungen, die unsere Kunden beschäftigen.

Market Insights Team 

IM ÜBERBLICK 

  • Der kurzfristige Ausblick hängt davon ab, wie lange der Irankonflikt anhält und wie schnell sich der Energiemarkt normalisiert, aber bislang waren politisch bedingte Preisanstiege nur von kurzer Dauer.
  • In den USA entwickeln sich Aktien und Sektoren immer stärker auseinander, und die Markt-spitze wird breiter – ein gutes Umfeld für aktives Management.
  • Europa steht vor Energie- und Inflationsherausforderungen. Höhere Energiepreise sind für die Region problematischer als für die USA, aber der schwächere Euro gleicht die höheren Kapitalkosten teilweise aus.
  • Durch die Veränderung der Zinserwartungen sind die Zinsstrukturkurven flacher geworden. Die Zentralbanken müssen Wachstums- und Inflationsrisiken gegeneinander abwägen. 

   


Wirtschaft & Märkte

Ölschocks vergehen, Duration ist wichtig, Chancen gibt es immer 

UNSERE SICHT 

  • Konfliktbedingte Ölpreisspitzen waren nicht von langer Dauer.
  • Die Folgen der Krise hängen von ihrer Dauer ab. Kurzfristig steht die Inflation im Mittel-punkt: Die US-Zinssenkungserwartungen sind gefallen; für andere Regionen rechnet man mit Erhöhungen. Je länger der Konflikt anhält, desto höher sind die Wachstumsrisiken.
  • Volatilität kann langfristig für Chancen sorgen.

Politisch bedingte Volatilität hält selten lange an 

UNSERE SICHT  

  • 1973 dauerte das Ölembargo fünf Monate, die Ölpreise vervierfachten sich, die OPEC kontrollierte 50% des Marktes, und die Volks-wirtschaften waren anfälliger für steigende Ölpreise.
  • Bislang haben die Marktteilnehmer nur einige Aktien abgestraft; Risikopositionen wurden verkleinert, aber nicht geschlossen.
  • Alles hängt von der Dauer der Krise und der.

Zentralbanken wappnen sich gegen Inflationsschock durch den Irankrieg

UNSERE SICHT  

  • Die Zinserwartungen haben sich erheblich verändert, weil die Sorge vor einem energie-preisbedingten Inflationsanstieg gestiegen ist.
  • Weltpolitische Schocks können Senkungs-zyklen stören, weil Zentralbanken Wachs-tums- und Inflationsrisiken abwägen müssen.
  • Stagflationsrisiken drohen: Zuerst steigt die Inflation, dann sinkt das Wachstum, sodass langfristig denkende Notenbanken ihre.

Zyklische Substanzwerte vorn, Technologie-Mega-Caps unterdurchschnittlich

UNSERE SICHT  

  • Durch jahrelange Dominanz der Technologie- Mega-Caps ist der Markt eng geworden.
  • Bislang haben sich zyklische Substanzwerte 2026 überdurchschnittlich entwickelt, weil sie weiter am meisten von den höheren Investitionen profitieren.
  • Wenn sich der Markt längere Zeit verbreitert, dürften zahlreiche Chancen für aktive Manager entstehen.

Industrieländeraktien: USA
Euro-Ausgabe

 

 

USA

large meter


 UNTERGEWICHTET      NEUTRAL      ÜBERGEWICHTET

 

 

  • Mega Caps haben 2026 unterdurchschnittlich abgeschnitten – wegen Bewertungszweifeln und hoher KI-Investitionen.
  • Die Fiskalpolitik ist günstig, aber die Geldpolitik ist wegen des anhaltenden Irankrieges unsicherer geworden.
  • Die Marktspitze wird breiter. Zugleich entwickeln sich Aktien und Sektoren immer stärker auseinander – ein gutes Umfeld für aktives Management.
  • Wir bevorzugen weiter Large Caps/Mid Caps gegenüber Small Caps und Substanzwerte gegenüber Wachstumswerten..

 

IM EINZELNEN
LARGE CAPS
  • Die Marktspitze besteht nicht mehr nur aus Technologie-Mega-Caps, weil sich das KI-Thema nicht mehr auf sie beschränkt.
  • Die KGV dürften kaum noch steigen können, und die Performance von Large Caps hängt davon ab, ob sie die hohen Gewinnerwartungen erfüllen können.
SMALL UND MID CAPS
  • 2026 dürften die Gewinne weiter steigen, sodass Small und Mid Caps zulegen könnten.
  • Eine weiterhin hohe Inflation könnte Zinssenkungen verzögern und den Markt belasten. 
  • Deregulierung sowie eine anhaltende Rotation und Verbreiterung des US-Marktes dürften weiter günstig sein.
WACHSTUMSWERTE
  • Wegen der hohen KI-Investitionen und Ertragsunsicherheiten liegen Wachstums-aktien seit Jahresbeginn hinter dem Markt.
  • Die Gewinne müssen steigen, damit die hohen Bewertungen gerechtfertigt sind.
  • Wenn Technologie-Mega-Caps nicht mehr die Spitze bilden, könnten die Indizes noch volatiler werden.
SUBSTANZWERTE
  • Zyklische Substanzsektoren lagen vor dem Markt, weil Investoren in Sektoren mit besser prognostizierbaren Gewinnen umgeschichtet haben.
  • Qualitäts-Substanzaktien dürften davon profitieren, wenn die Zinsen längere Zeit höher bleiben.
  • Ihnen kommen auch KI-Investitionen und Produktivitätssteigerungen zugute.

Industrieländeraktien: Andere Länder
Euro-Ausgabe

 UNTERGEWICHTET      NEUTRAL    ÜBERGEWICHTET

EUROPA OHNE GROSSBRITANNIEN
 
people
  • Europa steht vor kurzfristigen Heraus-forderungen, weil es stärker von den höheren Energiepreisen betroffen ist als die USA. 
  • EZB-Szenarien zufolge sind in puncto Inflation stärkere Zweitrundeneffekte, aber nur wenig Einfluss auf das BIP zu erwarten. 
  • Viel hängt von der Dauer des Irankonflikts ab.
IM EINZELNEN

  • Höhere Zinsen in Europa sprechen für höhere Kapitalkosten.
  • Dem steht ein schwächerer Euro gegenüber, der in der Regel gut für die Gewinne ist.
  • Angesichts der bevorstehenden Heraus-forderungen sollten sich Anleger auf rentable Unternehmen mit Preismacht und guten Bilanzen konzentrieren.
GROSSBRITANNIEN

people
  • Es droht eine Flaute am Arbeitsmarkt, aber höhere Mindestlöhne drücken die inländischen Margen.
  • Regierungen haben weniger finanziellen Spielraum, weil die höheren Renditen die Ausgaben bremsen; nachlassendes Wachstum und mehr Volatilität werden wahrscheinlicher.
IM EINZELNEN

  • Bei hohen Energiepreisen und Zinsen sind britische Aktien vermutlich eine defensive Position.
  • Die Erträge dürften niedrig und mit Einzelaktien zu erzielen sein, nicht mit Indexanlagen.
  • Banken und Energieunternehmen dürften den Margendruck in anderen Bereichen zum Teil ausgleichen.
JAPAN

people
  • Höhere Energiekosten treiben die Inflation in die Höhe und drücken die Margen, was für schwaches Wachstum spricht.
  • Die straffere Geldpolitik der Bank of Japan kennzeichnet einen grundsätzlichen Wandel: Der Inflationsanstieg spricht für weitere Erhöhungen, sodass sich Aktien auseinanderentwickeln werden.
IM EINZELNEN

  • Höhere Energiekosten sind ungünstig für Automobil- und Technologiezulieferer, während die Industriepolitik vor allem auf die Sicherung strategisch wichtiger Ressourcen ausgerichtet ist.
  • Anhaltende Corporate-Governance-Reformen sorgen für bessere Investitionspolitik und stützen weiterhin die Aktionärserträge.

Emerging Markets
Euro-Ausgabe

 UNTERGEWICHTET      NEUTRAL    ÜBERGEWICHTET

AKTIEN
 
people
  • Die Folgen des Irankrieges hängen vom Energiezugang der einzelnen Länder ab.
  • Als Energieimporteure stehen asiatische Länder vor Wachstumsherausforderungen.
  • Der starke US-Dollar ist ein kurzfristiges Problem.
IM EINZELNEN

  • Wenn sich die Angebotsstörungen in Grenzen halten, könnten sich Emerging Markets gut entwickeln.
  • Restrukturierungen der Lieferketten, die KI-Nachfrage und stabile Volkswirtschaften sind von Vorteil.
  • Von KI-Investitionen und dem Ausbau von Datenzentren profitiert weiter vor allem Nordasien.
FREMDWÄHRUNGSANLEIHEN

people
  • Dank der Veränderungen von Geld- und Fiskal-politik kann die Assetklasse die möglichen Folgen des Irankrieges trotz globaler Risiken besser verkraften.
  • Die Spreads sind relativ eng, und auf Grundlage der Gesamtrenditen bleiben die Bewertungen attraktiv.
IM EINZELNEN

  • Anders als befürchtet waren Emerging-Market-Anleihen seit der Wahl Trumps sehr stabil.
  • Positive Nettomittelzuflüsse stützten die hohen Bewertungen.
  • Aber angesichts der erheblichen Risiken ist die Länderauswahl sehr wichtig.
LOKALWÄHRUNGSANLEIHEN

people
  • Die konfliktbedingte Schwäche der Emerging-Market-Währungen belastet die zuletzt ansonsten hohen Erträge. 
  • Aus unserer Sicht haben Emerging-Market-Währungen wenig Spielraum für eine Aufwertung gegenüber dem Euro.
IM EINZELNEN

  • Weil die Assetklasse kurzfristig reagiert, können Veränderungen der globalen Risikobereitschaft Chancen und Risiken bedeuten.
  • Wichtig sind die längerfristigen Folgen für die globalen Inflationserwartungen, durch die sich die Aussichten für Langläufer ändern könnten.

Anleihen
Euro-Ausgabe

 UNTERGEWICHTET      NEUTRAL      ÜBERGEWICHTET

US-STAATSANLEIHEN

tick-2
  • In Reaktion auf den Irankrieg rechnen die Märkte mit Zinssenkungen der Fed.
  • Die USA scheinen zwar von Energieschocks nicht betroffen zu sein, aber wenn der Krieg länger dauert, könnte die schon jetzt hohe Inflation steigen.
IM EINZELNEN
  • Zunächst könnte die Fed den Angebotsschock ignorieren, muss aber irgendwann das Inflationsrisiko und die nachlassende Nachfrage ausgleichen.
  • Ein ausgewogener Arbeitsmarkt ist maßgeblich für künftige Zinsentscheidungen.
  •  
INVESTMENTGRADE USA

people
  • Solide Fundamentaldaten werden unter-stützt durch steigende Margen, höhere Cashflows und stabile Verschuldung.
  • Weitere, aber nicht zu hohe Spreads bieten wenig Ausgleich für die globalen Risiken. 
  • Mehr Emissionen zur Finanzierung des KI-Ausbaus könnten das technische Umfeld belasten.
IM EINZELNEN
  • Die Spreads sind überall eng, aber wir bevorzugen weiter US-Investmentgrade-Anleihen mit höheren Ratings.
  • Die Renditen von Investmentgrade-Unternehmensanleihen liegen weiter über ihrem 10-Jahres-Durchschnitt, was die Nachfrage stützen dürfte.
INVESTMENTGRADE EURORAUM 

people
  • Energierisiken belasten Inflation und Wachstum. Kurzfristig ist das nicht problematisch, langfristig vielleicht schon.
  • Die Fundamentaldaten bleiben gut, aber die Spreads sind weiter geworden und entschädigen Anleger noch immer nicht für die aktuellen Risiken.
IM EINZELNEN
  • Mehr Inflation und weniger Wachstum könnten die Credit-Erträge belasten und Managern mit Einzelwertexpertise und gutem Risikomanagement zugutekommen.
EURORAUM-STAATSANLEIHEN*

people
  • Die EZB hat ihren Zinssenkungszyklus abgeschlossen. Die Bewertungen sind hoch.
  • In Europa ist das Energierisiko höher, und die Märkte rechnen wegen der möglichen Folgen des Irankrieges mit Zinserhöhungen.
IM EINZELNEN
  • Wegen der schlechteren Inflationsaussichten haben wir unser Rating gesenkt.
  • Ein starker Wachstumsrückgang könnte künftige Zinserhöhungen schwierig machen.
HIGH YIELD USA

people
  • Die Spreads sind zwar etwas gestiegen, bleiben aber im langfristigen Vergleich eng.
  • Trotz solider Fundamentaldaten und obwohl Verschuldung, Margen und Cashflows etwa dem langfristigen Durchschnitt entsprechen, haben die Zahlungsausfälle gegenüber dem Vorjahr zugenommen.
IM EINZELNEN
  • Wegen der engen Spreads sind wir angesichts der Risiko-Ertrags-Aussichten untergewichtet.
  • Wir bevorzugen Sektoren wie Finanzen und trennen uns von Anleihen aus langfristig problembehafteten Branchen.
  • Die Streuung ist gering, sodass es auf die Einzelwertauswahl ankommt.
HIGH YIELD EURORAUM

tick-3
  • Konfliktbedingte Energiebedenken haben 2026 bisher zu Mittelabflüssen und weiteren Credit Spreads geführt. 
  • Zahlungsausfälle und Ausfallquoten sind nicht zu hoch, aber bei einem längeren Konflikt könnten die Risiken für High Yield steigen. 
IM EINZELNEN
  • Die bislang starken Fundamentaldaten haben sich etwas verschlechtert.
  • Bei Unternehmensanleihen schichten wir weiter in Papiere mit höheren Ratings um.
  • Wegen der zahlreichen Einzelwertchancen bevorzugen wir US-High-Yield gegenüber europäischen Titeln.

 

Die hier dargestellten Meinungen sind die der MFS Strategy and Insights Group, eines Teils der Vertriebssparte von MFS. Sie können von denen der Portfoliomanager und Analysten von MFS abweichen. Die Einschätzungen können sich jederzeit ändern. Sie dürfen nicht als Anlageberatung, Angaben zur Portfoliopositionierung, Wertpapierempfehlung oder Hinweis auf beabsichtigte Transaktionen von MFS verstanden werden.

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